Folklore

In unserer modernen Gesellschaft bekommen wir Kultur und Unterhaltung in verschiedenen Formen in den Schoß geworfen. Und mit der Vielheit an Fernsehsendern braucht keiner das Haus mehr zu verlassen, wenn er keine Lust dazu hat.

Früher verfügte die Masse noch nicht über solche Möglichkeiten. Nach der Arbeit vergnügte man sich damit selber Musik zu machen und dazu zu tanzen. In den Liedertexten, der Musik und den Tänzen wurden oft Gebräuche und Ereignisse dieser Zeit  verarbeitet. Auf diese Weise entstand nicht nur ein Bild wie man damals lebte, aber eine ganze Volks- und Tanzkultur mit großen regionalen Unterschieden.

De Pierewaaiers halten mit ihren Tänzen und ihrer Musik diese Tradition in Ehren, schon aber mit einer modernen Auslegung. Da wo man früher ruhig und sittsam tanzte, werfen de Pierewaaiers regelmäßig die Beine hoch in die Luft. Die Geschichte hinter dem Tanz bilden wir während des Tanzens auf humorvolle Weise aus.

Wissenswertigkeiten
Die Regional- und Ortstracht bezweckte die Gemeinsamkeit zu fördern und sich zu unterscheiden von anderen Dörfern und Gegenden. Kinder hatten oft eine eigene Tracht und man konnte Unverheiratete, Witwen und Witwer an ihrer Kleidung erkennen.

Was für die Trachten galt, galt genau so für die Holzschuhe. An diesen konnte man sehen aus welcher Gegend jemand stammte, aber auch welchen Beruf er ausübte. Der Torfarbeiter aus der nördlichen Provinz Drenthe trug einen sehr breiten Holzschuh um zu verhindern daß er im Sumpf versinken würde. Der schwere Holzschuh des Steinsetzers war oben 3 cm. dick und konnte somit verwendet werden als Drehpunkt für eine Brechstange um die Steine zu versetzen. Holzschuhe der Fischer konnte man erkennen an der Spitze vorne am Schuh. Diese steckten die Fischer beim flicken ihrer Netze durch eine der Maschen damit sie das Netz spannen konnten.

So unterschiedlich wie Holzschuhe und Trachten von einander waren, waren es auch die Holzschuhtänze der verschiedenen Gegenden und Dörfer. Oft wurden sie ruhig getanzt, damit man unterwegs nicht gar einen Holzschuh verlieren würde. (Quelle: Holland en de Hollanders von D. de Boer)